Internationale Jugendgemeinschafts- und Jugendsozialdienste gibt es in Deutschland seit 1920. Nach dem Ersten Weltkrieg bemühten sich die ersten Organisationen um Verständigung zwischen den Völkern. Ihr Ziel war es, einen zivilen Beitrag für internationale Zusammenarbeit und Verständigung zu leisten.


Weitere Initiativen und Träger gründeten sich nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie boten mit ihren internationalen Camps für viele Jugendliche und junge Erwachsene eine der wenigen Chancen, die Isolation zu durchbrechen, in die sich die Deutschen durch Nationalsozialismus und Krieg gebracht hatten. Freiwilligeneinsätze zeigten darüber hinaus praktische Beispiele dafür, eine gerechte Welt mit friedlichen Mitteln aufzubauen.


Seit 1945 haben die deutschen Workcamp-Organisationen feste Beziehungen zu Partnern in der ganzen Welt aufgebaut und ein bewährtes System des internationalen Jugend- und Freiwilligenaustausches etabliert. Seit den 60er Jahren haben sich die verschiedenen Organisationen in den Zentralstellen der Trфgerkonferenz zusammen geschlossen. Sie haben als eine der Ersten Kontakte auch zu Jugendorganisationen in Osteuropa und in den südlichen Kontinenten aufgebaut.


Die internationalen Jugendgemeinschafts- und Jugendsozialdienste stellen heute einen wichtigen Bestanteil der internationalen und offenen Jugendarbeit dar. Sie sind Teil der auпerschulischen Bildungsarbeit und der Erwachsenenbildung. Sie sind Teil der internationalen Freiwilligenbewegung und verstehen sich als besondere Form der Jugendarbeit. Die Workcamp-Organisationen sind Träger der Jugendhilfe nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) und als gemeinnützig anerkannt.


Auпer Workcamps bieten die Träger an:

Seminare zur Aus- und Fortbildung der GruppenleiterInnen, zur Vorbereitung von deutschen TeilnehmerInnen an Camps im Ausland und zur Auswertung von Maßnahmen. Ihre Dauer beträgt drei bis zehn Tage. Die Programme leisten einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung, für die Erziehung zum Frieden und zur demokratischen Entwicklung.
Mittel- und längerfristige freiwillige Dienste
dauern 3 bis 24 Monate und werden von einigen Trägern angeboten.

Mitglieder der Trägerkonferenz

AGDF
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V.
Blücherstr. 14
53115 Bonn
Tel. 0228/24 999-0
Fax 0228/24 999-20
www.friedensdienst.de

aej
Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend e.V.
Otto-Brenner-Str. 9
30159 Hannover
Tel. 0511/1215-0
Fax 0511/1215-299
www.evangelische-jugend.de

AIG
Arbeitskreis Internationaler Gemeinschaftsdienste e.V.
Schlossertsr. 28
70180 Stuttgart
Tel: 0711/6490062; Fax:0711/6409867
email senden
www.arbeitskreis-internationaler-gemeinschaftsdienste.de/

BISD
Bundesarbeitsgemeinschaft Internationale Soziale Dienste e.V.
Kolpingplatz 5-11
50667 Köln
Tel. 0221/20 701-0
Fax 0221/20 701-40


BOG
Bund Ostdeutscher Gemeinschaftsdienste e.V.
C/o VJF
Hans-Otto-Str. 7
10407 Berlin
Tel. 030/428 50 603
Fax 030/428 50 604
www.vjf.de

IJGD
Internationale Jugendgemeinschaftsdienste e.V.
Kasernenstr. 48
53111 Bonn
Tel. 0228/2 800-0
Fax 0228/22 800-10
www.ijgd.de/workcamps